Lalibela, Ethiopia

English version: That night we had dinner at the Tukol Village Restaurant and Michaela tried the ethiopian main staple „Injera“. Injera is made of teff, a local grain and looks a bit like a pancake. Good Injera has a regular, bubbly pattern on its surface and tastes a bit like very soft sourdough bread. Bad one tastes from anything like gone off milk to grapefruitjuice and has tha consistency of rubber. During fasting time ethiopians are not allowed to eat animal products, so there was a special „fasting version“ of injera with lots of different spicy vegetarian dips and salats. Delicious! Ethiopians eat with their hands and use the injera to scoop up their food. Sounds easy, but definately needs some practise as one is only allowed to eat with the right hand. The left hand is used for personal hygene at the loo (remember Ethiopian toilets often lack toilet paper) and therefore is taboo. Reaching with the left hand is one of the worst insults one can commit.
After a good nights sleep we were full of energy to discover the famous monolithic rock-cut churches. Lalibela is one of Ethiopia’s holiest cities and a center for pilgrimage for orthodox christians. The name goes back to the reign of Saint Gebre Mesqel Lalibela who ruled in Ethiopia in the late 12th and early 13th century. It is said he saw Jerusalem and wanted to build a „new“ Jerusalem as his capital as the „old“ Jerusalem had been taken by the Muslims in 1187 and to make it easier for people to go on a pilgrimage. Another legend says that he was poisioned by his brother and while in coma was commanded by god to build a new Jerusalem. Many of the names in Lalibela refer to Jerusalem, even the river is called „River Jordan“. The oldest of the 11 churches date back to this time, some date back to the 14th century. The mindblowing fact about them though is not their age, but the fact, that they are carved out of the rock. Considering their different styles and states of preservation it is believed that this took several centuries. Today they are a UNESCO World Heritage Site. The masterpiece of the churches is „St. Georges Church“ (Biete Giyorgis) the best preserved church of the lot. Here the working process of building the churches is the most visible. St. Georges is not just carved into the rock, but it has been freed from the surrounding rock so that the actual church is below ground level. From above only the roof, a perfect gregorian cross is visible. Steps then lead down to the entrance of the church. The walls around the church hold little niches of which some still contain mumified bodies, which the kids found especially interesting. Two days we spent in Lalibela discovering the churches and the secret tunnels that led from one to the other. Like in Addis there were hundreds of orthodox christains following their praying routines several times a day. Watching them all dressed in white, listening to their chants, smelling the incent burning and seeing the people emerged in their prayers was quite a powerfull and touching experience.

German version: An diesem Abend gönnten wir uns ein Abendessen im Restaurant des Tukol Village und Michaela traute sich endlich an das äthiopische Nationalgericht „Injera“. Injera, das aussieht wie ein Pfannkuchen, ist aus dem lokalen Getreide Teff gemacht. Gutes Injera hat eine regelmäßige Blasenstruktur auf der Oberfläche und schmeckt ein bisschen wie sehr weiches Sauerteigbrot. Minderwertiges Injera hingegen kann von schlechter Milch bis Grapefruitsaft nach allen möglichen bitteren oder sauren Dingen schmecken und hat oft eine gummiartige Konsistenz. Während der Fastenzeit dürfen gläubige Äthiopier keine tierischen Produkte zu sich nehmen, also gab es eine „Fastenversion“ mit vielen verschiedenen pikanten Dips und Salaten. Köstlich! Äthiopier benutzen Injera gleichermaßen als Teller sowie als Besteck, mit einem Stück des Brotes wird einfach die Beilage aufgewischt. Wobei einfach nicht gleich „einfach“ ist. Man braucht definitiv ein bisschen Übung um sich nicht wie ein Vollhorst anzustellen, da man zum Essen nur die rechte Hand benutzen darf. Die linke Hand ist der Körperhygiene auf dem stillen Örtchen verschrieben (bedenke dass es in Äthiopien oft kein Klopapier gibt) und diese zum Essen zu benutzen oder jemandem die linke Hand zum Gruße zu reichen ist eine entsetzliche Beleidigung.
Nach einem erholsamen Schlaf strotzten wir nur so vor Energie und machten uns auf die berühmten monolithischen Felsenkirchen zu entdecken. Lalibela ist eine der heiligsten Stätten Äthiopiens und ein Pilgerort für orthodoxe Christen. Der Name Lalibela geht zurück auf die Herrschaft des St. Gebre Mesqel Lalibela, der im späten 12. und frühen 13. Jahrhundert über Äthiopien herrschte. Viele Legenden ranken sich um seine Beweggründe die Stadt Lalibela zu gründen. Die eine sagt er sei in Jerusalem gewesen und da seit 1187 die Muslims diese Stadt regierten, wollte er ein neues Jerusalem in Äthiopien bauen. Pilger sollten zudem nicht eine so lange und beschwerliche Reise auf sich nehmen müssen. Eine andere Legende sagt, dass er von seinem Bruder vergiftet im Koma liegend von Gott der Auftrag bekam, ein neues Jerusalem zu bauen. Wie dem auch sei, es finden sich einige Namen in der Stadt wieder, die an Jerusalem angelehnt sind. So heißt zum Beispiel der Lalibela durchfließende Fluss „ Jordan“. Die ältesten der 11 Kirchen gehen zurück auf diese Zeit während der Ursprung der Neueren auf das 14.Jh geschätzt wird. Das Faszinierende an ihnen ist allerdings nicht ihr Alter, sondern die Tatsache, dass sie aus dem Felsen gemeißelt worden sind. Betrachtet man ihre verschiedene Bauweise und die unterschiedliche Erhaltung, kann man davon ausgehen dass ihr Bau mehrere Jahrzehnte in Anspruch genommen hat. Heute sind sie ein UNESCO Weltkulturerbe. Das Meisterstück der Kirchen ist Die „St. Georg Kirche“ (Biete Giyorgis) und sie ist gleichsam die am besten erhaltene. hier kann man die Bauweise der Kirchen am besten nachvollziehen. Sie ist nicht nur in den Stein gemeißelt, sondern vielmehr ist der Stein um sie herum abgetragen worden. Die eigentliche Kirche befindet sich unter der Erdoberfläche. Von oben ist nur das Dach, welches die Form eines perfekten gregorianischen Kreuzes hat, sichtbar. Stufen führen durch verschiedene Gänge hinab zum Eingang der Kirche. In den Nischen der die Kirche umgebenen Steinmauern sind in einigen noch mumifizierte Leichen zu sehen, was die Kinder besonders spannend fanden. Wir verbrachten 2 Tage mit der Erkundung der verschiedenen Kirchen sowie der sie verbindenden „Geheimgänge“.Wie auch in Addis folgten auch hier Hunderte von orthodoxen Christen ihren strengen Gebetsritualen. Ihnen zuzusehen, wie sie ganz in weiß gekleidet im Gebet versunken waren, ihren Gesängen zuzuhören und den Weihrauchgeruch einzuatmen war ein ziemlich imposantes und bewegendes Erlebnis.

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