Central Ethiopia

English version: On our way to Lalibela we went through the most amazing landscape. Green mountains, high plateaus, little villages and finally we got some space, at least we could stop for pees without beeing bothered. The first night we stopped in a little village close to Debre Sina. Also here we did not find the slightest hint of a camping ground and we would definetely not want to camp anywhere outside someones property. Not because of danger, just because we would not know how to fight off all the curious people. We found a little hotel with a backyard where we could camp. The owners were unbelieveably sweet. The grandpa, an old man in his 80 ies blocked off the driveway and fought off curious kids with sticks and the younger generation prepared a coffee ceremony for us. We said earlier that Ethiopia is the land coffee originally comes from. Here drinking coffee is serious business and something that needs to be celebrated. Never would an ethiopian have a cup on the go. Never!!! For a proper coffee ceremony the floor (even in the house) is covered with hay (or banana leaves). The air is filled with burning incense sticks, we guess originally to chase away flies, but now it even belongs to a coffee ceremony in a house where there is not the slightest hint of a fly. Water is cooked on hot coals and beans are roasted on a pan, also on hot coals. When roasted the beans are being grind and then brewed with the hot water. The coffee is then served in little Espressolike cups with lots of sugar and popcorn on the side. Delicious! To give something back we later tried to share some of our tuna pasta with the family. Only the grandpa was brave enough and took a big chunk of tuna. Never have we seen anyone more disgusted by something that we cooked. He did spit it out with a disgusted „UAH“ and ran as fast as his feet could carry him towards the street where a few minuted later he was still bend over a bush. What a failure. After dinner Timm went on a walk through the village and (surprise!) was soon followed by half the village. This time it was a nice experience though as people where all very friendly.

The next morning we went on direction Lalibela, but as we did not manage all the way again stayed in the backyard of a hotel-and discotheque which we realized later. Though also here people where all friendly, this time we felt a bit claustrophobic. When cooking we where surrounded by about 10 women, who where amazed by our fold up kitchen, our potatoe peeler and pepper grinder. When we did flee into our tent, the watchman did hold the ladder. At night, whenever we peaked out the tent we were surrounded by people looking at us. Seemed we were more interesting than the inside of the night club. The next morning, the watchman was again (or still) holding the ladder. Without breakfast or a bathroomvisit we went as fast as we could. Our way led further up a 3500m plateau. The temperature dropped to a very cool 7,5 degrees. In the freezing cold we were finally left alone by people and had some breakfast. We passed by people on their way to church, which was a fantastic sight. They where all wearing white and carried colourful flaggs and umbrellas. When we turned off on the dirtroad to Lalibela, Michaela went on the roof bench to get some „me-time“ and was immediatly punished for being so selfish. A little boy we passed by threw a massive rock that only missed her head by a few centimetres. Timm stopped and ran after the boy, who was allready being beaten up by an ethiopian lady who saw him throw the stone. We have heard of many incidents like that. Many friends that went by car, bike or motorbike had been thrown stones at and some even had accidents or major injuries caused by that. Strange enough nobody knows what this stone throwing is all about. Not even locals. But it is another reason not to like Ethiopia too much. When we finally reached Lalibela, and again where run over buy hords of people we where close to have a melt down. Then we found Tukol-Village- and the world was our friend again! What an oasis. The incredibly friendly owner Mazar made layered juices for all of us, put a big box of lego on a table in the very pretty outside restaurant and ordered us to RELAX. He played with the kids, gave us a beautiful and private spot to camp and showed us the bathroom, which was beyond clean. Like so often when we think we can not do this any longer someone turns up and changes everything. Thanks Mazar, thanks so much!

German version: Unser Weg nach Lalibela führte uns durch phantastische Bilderbuchlandschaften. Grüne Hügel, Hochplateaus, kleine Dörfer und endlich, endlich hatten wir ein wenig Freiraum. Wir konnten sogar pieschen ohne belagert zu werden. Die erste Nacht schliefen wir in einem kleinen Dorf in der Nähe von Debre Sina. Auch hier gab es nicht die Spur eines Campingplatzes und wir wollten definitiv nicht ohne Umzäunung campen. Nicht weil es gefährlich gewesen wäre, sondern weil wir keine Kraft hatten, neugierige Menschen von uns fern zu halten. Wir fanden ein kleines Hotel mit einem Hinterhof, auf dem wir unser Zelt aufstellen konnten. Die Besitzer waren unglaublich nett. Der Opa, ein alter Mann in den 80gern stellte sich mit einem Stock in die Toreinfahrt und verhaute jeden, der zu nahe kam und die jüngere Generation der Familie lud uns zu einer Kaffeezeremonie ein. Wir hatten ja schon erwähnt, dass Äthiopien das Land ist, aus dem der Kaffee ursprünglich kommt. Hier in Äthiopien wird Kaffee trinken sehr ernst genommen. Nie, Niemals würde ein Äthiopier eine Tasse Kaffee auf dem Sprung trinken, immer hat eine Kaffeepause etwas Feierliches. Bei jeder Kaffeezeremonie ist der Boden (sogar im Haus) mit Heu oder Bananenblättern ausgelegt. Die Luft ist erfüllt vom Räucherstäbchen Geruch ursprünglich wahrscheinlich, um Fliegen zu verjagen. Heute allerdings werden bei jeder Kaffeezeremonie Räucherstäbchen angezündet. Auf heißen Kohlen wird Wasser zum Kochen gebracht, ebenfalls auf heißen Kohlen werden in einer Pfanne Kaffeebohnen geröstet und dann gemahlen. Der frisch gebrühte Kaffee wird in kleinen Espressoartigen Tassen mit viel Zucker und Popcorn als Beilage gereicht. Lecker! Weil wir uns revanchieren wollten, boten wir der Familie später von unserer Tunfisch Pasta an. Nur der Opa allerdings war mutig genug, sich einen großen Brocken Fisch in den Mund zu stecken. Und bereute es sehr schnell. Noch niemals haben wir jemanden so angewidert von etwas das wir gekocht hatten gesehen. Mit einem entsetzten „UAH“ spuckte er den Fisch wieder aus und lief so schnell ihn seine alten Beine tragen konnten Richtung Straße. Dort fanden wir ihn Minuten später noch immer über einen Busch gebeugt. Dumm gelaufen. Nach dem Essen machte Timm noch einen kleinen Spaziergang durchs Dorf und war-Überraschung- innerhalb von Sekunden wieder vom halben Dorf umringt. Dieses Mal allerdings war die Erfahrung eine nette, da die Leute sehr sehr freundlich waren.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter Richtung Lalibela. Da wir den Weg auch dieses Mal nicht schafften, blieben wir erneut auf dem Hinterhof eines Hotels um dort zu campen. Das Hotel war allerdings auch eine Disco, wie wir zu späteren Stunde feststellen mussten. Auch dieses Mal waren die Menschen nett, wir allerdings fühlten uns ein wenig eingeengt. Als wir kochten, wurden wir von ungefähr 10 Frauen aus nächster(!) Nähe beobachtet. Sie waren unglaublich beeindruckt von unserer aufklappbaren Küche, unserem Kartoffelschäler und der Pfeffermühle. ALs wir endlich ins Zelt flohen wurde uns freundlicherweise die Leiter vom Wachmann gehalten. Wann immer wir in der Nacht vorsichtig aus dem Zelt schielten, waren wir umgeben von Neugierigen. Es schien, als hätte sich die Party nach draußen um unser Zelt verlegt. Als wir am morgen aufstanden, war der Wachmann schon wieder (oder immer noch?) an seinem Posten an der Leiter. Ohne zu frühstücken und ohne auch nur zu versuchen aufs Klo zu gehen flohen wir. Höher und höher, bis wir uns auf einem 3500m Plateau befanden. Die Temperatur war auf empfindliche 7,5 Grad gesunken, aber wenigstens konnten wir hier in Ruhe frühstucken. Wir kamen an vielen Menschen vorbei, die auf dem Weg in die Kirche waren, was einen tollen Anblick bot. Sie alle waren gekleidet in weiß und trugen leuchtend bunte Fahnen und Sonnenschirme. Als wir endlich in die Staubpiste nach Lalibela einbogen, kletterte Michaela auf das Dach um ein bisschen Zeit alleine zu haben. Schon sehr bald sollte sie für solchen Egoismus bestraft werden. Ein kleiner Junge an dem wir vorbeifuhren warf einen großen Stein in ihre Richtung und verpasste ihren Kopf nur um Zentimeter. Timm machte eine Vollbremsung und rannte zu dem Jungen, der allerdings schon von einer äthiopischen Frau, welche Zeugin gewesen war, verhauen wurde. Wir hatten von vielen solcher Begebenheiten gehört. Viele unsere Reisefreunde waren ebenfalls oftmals mit Steinen beworfen worden, egal ob sie mit dem Fahrrad, Motorrad oder Auto unterwegs waren Einige hatten deshalb Unfälle gebaut oder verursacht und teilweise böse Verletzungen erlitten. Komischerweise weiß niemand was es mit diesem Steine werfen auf sich hat. Nichtmal Äthiopier. Es ist allerdings ein weiterer Punkt auf unserer „Äthiopien-Negativ- Liste“. Als wir endlich Lalibela erreichten wurden wir wieder überrannt und waren kurz davor, die Fassung zu verlieren. Da fanden wir das Tukol Village und die Welt war wieder unser Freund. Welch eine Oase! Der umwerfend freundliche Besitzer Mazar machte uns allen „geschichteten Saft“, stellte eine riesen Kiste Lego auf einen Tisch des netten Außenrestaurants und befahl uns zu entspannen. Er spielte mit den Kindern und gab uns einen hübschen und eingemauschelten Platz zum Campen. Spätestens beim Anblick der blitzeblanken Badezimmer war klar dass das Glück wieder einmal auf unserer Seite war. Wann immer wir an einen Punkt kommen, an dem scheinbar nichts mehr geht, kommt jemand wie Mazar und alles ist wieder gut. 1000 Dank Mazar!

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