After 7 months of traveling

English version: Traveling s about growing, it is about getting out of ones comfort zone and about facing challenges. We know that and so far we have done well. Now, at 7 months of traveling we have to admit that we come to a critical point. We are exhausted. Traveling in Kenya and Ethiopia was a great adventure and very rewarding, but it streched our coping ability to the max. Especially Ethiopia. We knew before we even enterd this country has its challenges. We had heard lots of stories from other travellers. We could not imagine we would ever get at a point that we are at now. We are sick of being obvious foreigners. For once we just want to vanish in a crowd and be invisible. For once we want some privacy. For once some luxury and the feeling of „home“. It is exhausting to be the permanent centre of attention and to be watched by hords of people no matter what we are doing. It is exhausting to fight nausea every time you enter a bathroom and to try and find a place where the little ones can go to pee or poo without wading through pee coverd floors in flip flops. It is also exhausting to eat Spaghetti and rice all the time, though we are glad we have something to eat. These are all feelings every longterm traveller goes through. Our problem though is that the kids feel the same and we are responsible for it. Before we can try to get ourselves out of the exhaustion, we have to take care of the kids. They come first, allways. They have done incredibly well so far and not suffered at all. But just now they start coming to a point where they long for „normal life“ again. Being together 24/7 has worn off a bit and slowly all of us start do dream of some „me time“. For the first time we seriously considered Michaela and the kids catching a plane and stop the trip. But then this is not an option. We have to go through this together-in good and in bad times. Right now we do not enjoy traveling much at all. Especially as the really demanding countries are still to come, so we heard.
Last night Michaela dreamt of shopping at „Aldi“ ( a not so nice german supermarket) in every detail. It is those little things we start missing. A supermarket where one can get a few simple and decent foods at one stop. A home that one can flee to from rain, storm and people. Fresh clothes, towels and bedlinen. A door to close. A bed. Uninterrupted sleep. Electricity. A clean shower. An afternoon at home where everybody does what he wants. Where one does not have to worry if the kids are safe or annoying anyone. Just putting the kids into a bath instead of washing them in the dark with little amounts of cold water. A morning coffee in peace. Waking up properly before facing the outside world instead of having people watching you climb out of bed. Walking or running without constantly being bothered and having to carry at least one child. Being able to take the car keys and go for a drive alone. Looking pretty again. Call friends and meet someone you really care for and catch up. Visiting birthdayparties and playing Barbie. Or Lego. Not having to share everything. Sleeping or resting when one is tired and not when the car stops. Decide for a snack when one fels like it and not when the car stops. Just be, without constantly having to adapt to new surroundings. To let things sink in. To just be lazy. And to not constantly being touched, mentally and physically.

The kids hardly want to leave the car anymore as the people get too close to them. Max said recently „ I do not like brown people“ meaning he does not like people in Ethiopia. Usually he is the most easygoing little chap and loves everyone. Now he gets angry when someone gets too close to him. We do not want to cause damage, we do not want to spoil what we did win from the rest of the trip. We decided to leave Ethiopia on the quickest way. We do not want to cause predjudices, but Ethiopia is definetly not a good country to travel with kids and it is not one, we will come back to any time soon. We hope, leaving Ethiopia we will have better times again. So far every „down“ was followed by an „up“ and we trust it will be the same this time.

German version: Beim Reisen geht es darum über sich hinaus zu wachsen. Es geht darum, seinen „Wohlfühlbereich“ zu verlassen. Wir wissen das und bisher haben wir uns gut geschlagen. Nun, nach 7 Monaten Reise müssen wir zugeben, dass wir an einem kritischen Punkt angekommen sind. Wir sind erschöpft. Das Reisen in Kenya und Äthiopien war sehr abenteuerlich und hat uns in vielerlei Hinsicht belohnt aber leider auch unsere Kräfte ziemlich strapaziert. Besonders Äthiopien. Wir wussten schon dass das Land so seine Herausforderungen hat, bevor wir überhaupt einen Fuß hineingesetzt hatten. Wir hatten haufenweise Geschichten von anderen Reisenden gehört. Wir hatten uns allerdings nicht vorstellen können, jemals an den Punkt zu kommen, an dem wir uns gerade befinden. Wir haben die Nase gestrichen voll davon, immer offensichtlich Fremde zu sein. Wir möchten einfach mal wieder in der Menge verschwinden und unsichtbar sein. Für wünschen uns dringend etwas Privatsphäre. Ein bisschen Komfort und das Gefühl „zu Hause“ zu sein. Es ist anstrengend, immer im Mittelpunkt zu stehen und von Horden von Menschen bei jedem Schritt beobachtet zu werden. Es ist anstrengend jedes Mal wenn man ein Badezimmer betritt mit dem Brechreiz zu kämpfen und keinen Ort zu finden an dem die Kinder ihr Geschäft verrichten können, ohne vorher mit Flipflops über vollgepinkelte Böden zu waten. Es ist auch anstrengend ständig Spaghetti und Reis mit Ketchup zu essen, wenn auch wir natürlich dankbar sind überhaupt etwas zu Essen zu haben. Diese Gefühle durchlebt wahrscheinlich jeder Langzeitreisende. Der Unterschied bei uns allerdings ist, dass die Kinder dasselbe fühlen und wir sind dafür verantwortlich. Bevor wir uns darum kümmern können, wieder zu Kräften zu kommen, sind erst einmal die Kinder dran. Immer. Bisher haben sie phantastisch mitgemacht und bisher ging es ihnen gut dabei. Jetzt allerdings sind sie an einem Punkt, wo sie sich nach einem „normalen“ Leben sehnen. 24/7 zusammen zu sein hat ein bisschen seinen Reiz verloren und jeder von uns sehnt sich nach etwas Zeit allein. Das erste Mal haben wir nun ernsthaft darüber nachgedacht, ob Michaela und die Kinder vorzeitig nach Deutschland fliegen sollten. Aber das kann einfach keine Option sein. Wir müssen da irgendwie zusammen durch- in guten wie in schlechten Zeiten. Gerade jetzt macht uns das Reisen gar keinen Spaß-gerade weil uns mehrmals gesagt wurde, dass die wirklich anstrengenden Länder noch kommen.

Letzte Nacht hat Michaela sehr detailgenau davon geträumt, bei Aldi einzukaufen. Es sind genau diese kleinen Dinge, die wir vermissen. Ein Supermarkt in dem man einfaches gutes Essen bekommen kann, ohne auch noch alle Nachbarläden abklappern zu müssen. Ein Zuhause das einen vor Regen, Sturm und Leuten beschützt. Frische Wäsche, Handtücher und Bettwäsche. Eine Tür, die man hinter sich zumachen kann. Ein eigenes Bett. Ungestörter Schlaf. Strom. Eine saubere Dusche. Ein Nachmittag zuhause wo jeder tun kann wonach ihm der Sinn steht. Wo man sich keine Gedanken um die Sicherheit der Kinder machen muss oder befürchten dass sie jemandem auf die Nerven gehen. Die Kinder in die Badewanne zu stecken, anstatt sie im Dunkeln mit sehr wenig kaltem Wasser zu waschen. Ein Morgenkaffee in Ruhe. Erstmal richtig wach werden bevor man sich der Außenwelt stellen muss anstatt schon von Fremden beobachtet zu werden, wenn man aus dem Bett steigt. Einfach laufen oder joggen wohin man will ohne von Leuten genervt zu werden oder mindestens ein Kind tragen zu müssen. Einfach die Autoschlüssel nehmen und eine Runde alleine fahren. Wieder einmal hübsch aussehen. Freunde anrufen und jemanden den man sehr gerne hat treffen und sich austauschen. Geburtstagsparties besuchen und Barbie spielen. Oder Lego. Nicht immer alles teilen zu müssen. Schlafen oder sich ausruhen wenn man das Bedürfnis hat und nicht wenn es der Zeitplan erlaubt. Genauso essen wenn man Hunger hat und nicht wenn das Auto anhält. Einfach mal „sein“ ohne sich immer wieder an neue Begebenheiten anpassen zu müssen. Einfach mal sacken lassen. Faul sein. Nicht immer berührt zu werden, sowohl körperlich wie auch geistig.

Die Kinder wollen kaum noch das Auto verlassen weil ihnen die Menschen permanent zu nahe kommen. Max hat vor kurzem gesagt, dass er keine „braunen Menschen“ mag, meinte aber natürlich die Leute in Äthiopien. Normalerweise ist er sehr unkompliziert und freundet sich in Sekunden an. Jetzt wird er wütend sobald ihm jemand in die Quere kommt. Wir wollen keinen Schaden anrichten. Wollen nicht das kaputt machen, was wir die letzten Monate gewonnen haben. Wir haben beschlossen, Äthiopien auf schnellstem Wege zu verlassen. Auf keinen Fall wollen wir Vorurteile schüren, aber Äthiopien ist kein gutes Reiseland für Kinder und es ist definitiv keines, nach dem wir so bald wieder Sehnsucht haben werden. Wir hoffen, dass wir, sobald wir Äthiopien wieder verlassen haben bessere Zeiten haben werden. Bisher wurde jedes Tief von einem Hoch abgelöst und wir vertrauen darauf, dass es auch diese Mal nicht anders sein wird.

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One response to “After 7 months of traveling

  1. Ihr Lieben! Bin froh Das es Euch aktuell gut geht und wünsche es Euch weiterhin!!!!Tantchen

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