After 6 months of traveling

English version: A few month ago I read something written by Paul Harris describing live in South Africa:
“… We have our challenges and surprises. The standard deviation of our emotions are set at MAX. You are never just a “little bit happy” or a “little bit sad”. At one moment you can be “off the scale” pissed off or frustrated or sad or worried or fearful or depressed. The next moment you are “off the scale” exhilarated, or enchanted, or inspired, or humbled by a kind deed, or surprised by something beautiful. It makes life interesting and worth living. …”
This is the most brilliant description I have ever read about live in (South) Africa. It also applies to traveling (in Africa). Though we do have our routines and few days feel „normal“ most of the time our emotions are on a constant rollercoaster drive. Especially our 6 weeks in Uganda have been extreme. We are EXTREMELY pissed off by Ugandas approach to Homosexuality. It is completely banned and the government is still discussing death penalty for Homosexuals. Just when we were in Uganda one of the biggest tabloids „Red Pepper“ published about 200 names and Fotos of „known“ Homosexuals and this way put them into great danger. People are being killed for loving the same sex. Being killed for loving someone- this is sick! We do understand that not every culture can have the same approach than us western countries and even in Europe there is still lots of intolerance to fight. But from a country that has such a bloody history, that has lost so many people due to intolerance we would expect different. It is more than criminal to publish peoples names and thus putting them into danger and we think the governement must protect every Ugandan against such an offence. As far as we know though, the government even encourages this behaviour. We were very frustrated by the extend of corruption in every part of live in Uganda. Everybody is used to pay a bit extra, even the poorest and it seems to be completely fine to do so. We were very very sad to see the extend of poverty, to see all the orphanaged children with hardly a chance to change their live to the better. We were worried by the fact that people still seem to not understand what a huge risk it is to cheat on their partner, to not use condoms and to just pretend HIV does not exist. That young girls sell their bodies for sweets and do not even think about the consequences. We were fearful while being without passports, scared they might get lost somewhere in the african chaos and were scared about our travels further north. The daily rain and thunder was depressing sometimes, but only for the while it lasted. As soon as it was over we were happy again. And happy we were often. Also off the scale: The people’s friendlyness amazed us on a daily base. Especially all those people we met in Kampala that try to give their best to help people have a better live were very inspiring. Ronald and Pat, who look after the orphans in their villages, the danish girls that gave a lot of their personal time and money to make a difference, Robert the young student that spends his semester holidays on renewing electric wires in a hospital and many more people that try their best to make a change. Often we were surprised by the beauty of the landscape, Lake Bunyoni, Bwindi Impenetrable Forrest and the Haven at Jinja (just to name our favourites) blew us away. The fact that we are so incredibly lucky to see all this, to experience all those emotions and to meet these different people makes us humble and grateful and off the scale happy. We feel like right now we live life to the MAX and imagening a normal live is a tiny bit scary.

German version: Vor ein paar Monaten habe ich einen Text von Paul Harris gelesen, der das Leben in Südafrika beschreibt: „… Wir haben unsere Herausforderungen und unsere Überraschungen, denen wir uns stellen. Die normale Bandbreite unserer Gefühle ist EXTREM. Wir sind nie einfach nur „ein bisschen froh“ oder „ein bisschen traurig“. In einem Moment kann man „über alle Maßen“ angepisst, frustriert, traurig, beunruhigt, ängstlich oder deprimiert sein. Einen Moment später allerdings kann man durchaus „über alle Maßen“ euphorisch, verzaubert, inspiriert, bewegt von einer freundlichen Tat oder überrascht von etwas wunderschönem sein. Das macht das Leben spannend und lebenswert. …“
Diese Beschreibung trifft das Leben in Südafrika auf den Punkt. Sie beschreibt allerdings auch das Reisen in Afrika sehr genau. Natürlich haben wir auch unsere Routine und einige Tage fühlen sich einfach nur „normal“ an. Meistens allerdings befinden sich unsere Gefühle auf einer emotionalen Achterbahnfahrt. Besonders die letzten 6 Wochen in Uganda waren extrem bewegend. Wir sind extrem angepisst von Ugandas Umgang mit Homosexuellen. Homosexualität ist gesetzlich verboten und es wird auf Regierungsebene noch immer die Todesstrafe hierfür diskutiert. Gerade als wir in Uganda waren, hat eine der landesweit größten Zeitungen (ähnlich der deutschen BILD) „Red Pepper“ ca. 200 Namen „bekannter“ Homosexueller Ugandaer mit Foto veröffentlicht und sie so aus purer Sensationsgier in Lebensgefahr gebracht. Es werden immer wieder Leute dafür getötet, einen gleichgeschlechtlichen Partner zu lieben. Getötet weil sie lieben-das ist krank! Wir verstehen durchaus, dass nicht jedes Land der Welt dieselbe Haltung haben kann oder will wie wir westlichen Länder und auch in Europa gibt es noch genug Intoleranz zu bekämpfen. Dennoch erwarten wir von einem Land , das aus einer so blutigen Geschichte gewachsen ist, in der so viele Menschen der Intoleranz zum Opfer gefallen sind eine andere Haltung. Es verstößt in höchstem Maße gegen die Menschenrechte, die Namen von Personen öffentlich zu machen und sie somit in Gefahr zu bringen. Wir denken, dass es zunächst die Pflicht der Regierung ist, ihre Bürger gegen solche Übergriffe zu schützen. Stattdessen allerdings unterstützt die Regierung ein solches Vorgehen. Wir sind sehr sehr frustriert über das Ausmaß an Korruption, welches in Uganda Gang und Gebe ist. Jeder noch so arme Bürger ist daran gewöhnt immer ein wenig draufzuzahlen und das in allen Lebensbereichen und scheint das o.k. zu finden. Wir sind unendlich traurig über das Ausmaß der Armut besonders die Weisenkinder betreffend. Es war hart all die Kinder zu sehen und zu wissen, dass sie wenig Möglichkeiten haben, ein besseres Leben zu führen. Uns besorgt die Tatsache, dass den Menschen noch immer nicht bewusst ist, welch eine Gefahr HIV birgt, welch ein Risiko es ist seinen Partner zu betrügen und nicht einmal Kondome zu benutzten. Dass junge Mädchen ihren Körper für ein paar Süßigkeiten verkaufen und sich scheinbar keine Gedanken um Konsequenzen machen. Wir hatten Angst davor ohne unsere Pässe in Uganda zu sein und fürchteten sie könnten in dem afrikanischen Chaos verloren gehen. Wir hatten ein mulmiges Gefühl im Bauch unsere weitere Reise und unsere Sicherheit betreffend. Uns frustrierte der tägliche Regen und das Gewitter. Wenn auch nur kurzfristig. Sobald die Sonne wieder schien waren auch wir wieder glücklich. Glücklich waren wir oft. Auch über alle Maßen. Die Freundlichkeit der Menschen erfüllte uns täglich mit Staunen. Besonders all die Menschen, die wir in Kampala getroffen haben, inspirierten uns: Ronald und Pat, die sich um die Weisenkinder in ihren Dörfern kümmern, die dänischen Mädels, die viel Zeit und Geld investieren um einen Unterschied zu machen, Robert der junge Student, der seine Semesterferien damit verbringt, die Elektrik eines Krankenhauses zu überholen und noch viele andere die ihr Bestes geben um etwas zu verändern. Sehr oft waren wir überrascht von der Schönheit der Landschaft. Lake Bunyoni, Bwindi Impenetrable Forrest und the Haven in Jinja (um unsere Favoriten zu nennen) haben uns wirklich überwältigt. Die Tatsache, dass wir so unglaublich viel Glück haben all das sehen zu dürfen, all diese Gefühle fühlen zu dürfen und all diese verschiedenen Menschen treffen zu dürfen macht uns demütig, dankbar und über alle Maßen glücklich. Wir haben das Gefühl in diesem Moment das Leben in vollen Zügen zu leben und haben ein kleines bisschen Angst vor dem Alltag der Zukunft.

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