Lake Bunyoni, Uganda

English version: Usually we try not to drive southwards. After 10 days in smelly busy Kampala we were dying for some fresh air and greenery. Lake Bunyoni, in the south west of Uganda we read, is one of the most beautiful lakes in the country. Plus it is said to be safe for swimming-no bilharzia and no crocs. On our way down south we crossed the equator again. As we had not realized that historical monent on the way to Kampala, this time we made sure we took a picture. The drive to the lake was a long one, about 450 km and we only arived after sunset. In Africa driving in the dark is no fun as often most bikes, motorbikes and even cars have no headlights, the potholed streets are shared with animlas and lots of people who are very well camouflaged.
Our campsite was described as a noisy overlander stop, but at that stage we could not care less. All we wanted was food and a rest. What a surprise when we woke up the next morning. Lake Bunyoni Overland Resort was absolutely beautiful! Right on the lakeshore in beautifuly landscaped gardens with the cleanest bathrooms we had seen for a very long time ( it is amazing how one can freak out facing a clean toilet and a warm shower). We had lovely neighbours (strange enough all from Cape Town). John and Gudi we had met briefly earlier in Bagamoyo and soon had lots to talk about. They had decided to slowly retire and to celebrate this decision had gone on a 5 months Africa tour. Looking at them ( they also have 4 kids) we felt that the kids leaving the nest one day does not have to be such a dreadfull thing. They were (still) very much in love and very funny and interesting people full of ideas. When Timm said that in 4 days he would go Gorilla tracking John quickly made up his mind and organized a permit from a local agency in Kabale, which is about 15 min drive from Lake Bunyoni so he could join Timm.
The landscape around Lake Bunyoni, which means „place of many little birds“ was very hilly, with terraced fields that reminds a bit of Thailand. A sign on the lakeshore said it is 5400 feet (approx 1800m) deep, which we actually do not really believe, but who knows. For the first time since Lake Malawi we took out our canoe „Kalahari’ and explored the lake. We went fishing (more for meditation not for actually catching fish, that way it never feels like a failure that we never catch any) and went swimming. We also took down our Quad. As Max and Carl do not like hiking much, Peggy (the Quad) is our only chance to conquor remote areas. All 6 on one quad we went on several excursions through the surrounding villages. The safest time to do this would be the morning, when most of the kids are at school. Even Timm gets terrified at the sight of a group of kids. Should we see one, the only way to get out of this situation without beeing harmed is to speed and shout „hello, hello-how are you“. Should we not be fast enough or even worse, make the mistake to stop, they would jump on the quad, grab us, push us, pull Lottas hair, cuddle Max until he hardly breathes anymore. Even if we drove by very fast, they would run after us trying to catch us. We could not believe how fast these little monsters can run for huge distances-and this barefoot. Occasionally when they knew that it was impossible to get hold of us they threw things like stones, shoes or sticks after us. Fortunately they are not as good at aiming as at running.

While at Lake Bunyoni we got some of our (now quite worn) clothes and Timms shoes fixed at the local shoemaker and tailor. The tailors sewing machine, like everywhere since Sambia, looks like the one our grandmas used to have when they were young, one of those that used to be powered by a footpaddle. The shoemaker needed some time to sew Timms soles back on. To not let us wait too long, he slipped out of his worn sandals and gave them to Timm: „ You can wear mine until I am finished. Come back in one hour“. So we did. We went food shopping in the meantime. As we did not have chicken for quite some time we were tempted to buy some of the frozen stuff they had in the indian run shop. Just the smell of the package though made us quickly change our minds. That night we learned how to buy chicken: alive! A group of young indian men had bought their dinner (2 live rooster) at the roadside and to the terror of our kids now slaughtered them in the middle of the campsite. They still like chicken though, so we guess it did not harm them watching.

German version: Meistens versuchen wir eigentlich nicht gen Süden zu fahren. Nach 10 Tagen im stickigen und chaotischen Kampala allerdings sehnten wir uns nach etwas frischer Luft und grüner Landschaft. Lake Bunyoni im Südwesten Ugandas ,so hatten wir gelesen, ist der schönste See des Landes. Und, so sagt man, er ist frei von Krokodilen und der bösen Bilharziose. Auf unserem Weg südwärts überquerten wir erneut den Äquator. Für uns, die es das erste Mal auf dem weg nach Kampala dummerweise nicht gemerkt hatten hatten, allerdings war es eine Premiere und wir machten dieses Mal in aller Feierlichkeit ein Foto. Die 450km lange Fahrt zum Lake dauerte ewig und wir kamen dort erst nach Sonnenuntergang an. Es macht nicht wirklich Spaß in Afrika nach Einbruch der Dunkelheit zu fahren, da meistens die Fahrräder, Motorräder und sogar Autos keine Lichter besitzen (oder zumindest werden sie nicht benutzt) und man die mit Schlaglöchern durchsetzte Straße mit allerlei Getier und Menschen teilt, die meistens ziemlich gut getarnt sind.
Unser Campingplatz war im Lonely Planet als lauter Overlander Treffpunkt beschrieben aber zu dem Zeitpunkt war uns alles egal. Wir wollten einfach nur eine Pause und etwas zu essen. Welch eine nette Überraschung erwartete uns da am nächsten Morgen: Lake Bunyoni Overland Resort war absolut phantastisch! Direkt am See gelegen, ein großzügiger Garten drumherum und die saubersten Bäder seit langem ( es ist doch erstaunlich wie man über ein sauberes Klo und eine warme Dusche in Ekstase geraten kann). Wir hatten sehr nette Nachbarn, erstaunlicherweise alle aus Kapstadt. John und Gudi hatten wir zuvor kurz in Bagamoyo getroffen und schnell hatten wir eine Menge gemeinsame Themen. Die beiden hatten vor kurzem beschlossen, sich langsam aus dem Arbeitsleben zurückzuziehen und waren, um diesen Beschluss zu feiern, auf 5monatige Afrikareise aufgebrochen. Die Beiden zu sehen ( sie haben ebenfalls 4 Kinder) gab uns das Gefühl, dass es vielleicht doch gar nicht soooo schlimm ist, wenn die Kinder eines Tages das Nest verlassen. Sie waren ( noch immer) sehr verliebt, sehr lustig und sehr spannende und lustige Menschen mit vielen Ideen für ihre Zukunft. Als Timm erwähnte, dass er in 4 Tagen Gorilla tracken gehen würde, organisierte John sich auch kurzerhand ein Permit in Kabale (ca 15 min vom Lake entfernt) damit sie zusammen gehen konnten.

Die Landschaft am Lake Bunyoni, dessen Name „Platz der vielen Vögel“ bedeutet, ist sehr hügelig mit terrassenförmig angelegten Feldern, welche ein bisschen an Thailand erinnern. Ein Schild am Seeufer verkündete eine maximlae Seetiefe von 5400 feet ( 1800m), was uns schwer fällt zu glauben, aber wer weiss. Das erste Mal seit Lake Malawi hatten wir unser Gummikanu „ Kalahari“ aus den Tiefen des Trailers gezogen und entdeckten mit ihm den See. Wir gingen Angeln (wir sehen es allerdings mehr als Meditation, da wir uns auf diese Weise nicht so blöde fühlen, dass wir nie was fangen) und Schwimmen. Auch das Quad wurde wieder einmal vom Hänger gehoben. Da Max und Carl nicht so besonders gerne laufen und wir keine Lust haben, sie immer zu schleppen ist „Peggy ( das Quad)“ die einzige Möglichkeit in entlegenere Orte zu gelangen. Alle 6 auf dem Quad machten wir verschiedene Exkursionen in die Umgebung. Die sicherste Zeit hierfür war, so mussten wir bald feststellen, vormittags wenn alle Kinder in der Schule waren. Sogar Timm bekommt beim Anblick einer Gruppe Kinder inzwischen Schweißausbrüche. Sollten wir einer begegnen, ist die einzige Möglichkeit diese Situation schadenfrei zu überstehen, mit mindestens 50kmh durch die Gruppe durchzufahren und „hallo, hallo, wie gehts ?“ zu schreien, am besten alle gleichzeitig. Sollten wir nicht schnell genug fahren, oder noch viel schlimmer, den Fehler machen anzuhalten, waren in Sekundenschnelle die Hälfte der Kinder auf dem Quad, grabschten nach uns, schubsten uns, zogen Lotta an den blonden Haaren und knuddelten Max bis fast zum Atemstillstand. Sogar wenn wir schnell an ihnen vorbeifuhren, rannten sie hinter uns her und versuchten uns zu fangen. Es ist unglaublich wie schnell diese kleinen Monster auf lange Distanzen rennen können-und das barfuß. Manchmal, wenn sie schnell genug merkten, dass sie uns nicht einholen konnten, warfen sie mit Schuhen, Stöckern oder Steinen nach uns. Zum Glück können sie nicht halb so gut zielen wie sie schnell laufen können.

Während wir am Lake Bunyoni waren, nutzten wir die Gelegenheit und ließen einige unserer (nun ziemlich schäbigen) Klamotten und Timms Schuhe Beim örtlichen Schuster und Schneider flicken. Die Nähmaschine des Schneiders war, wie überall in Afrika seit Sambia, von der Sorte wie sie unsere Omas als junge Frauen benutzten. Mit Fußpedalantrieb. Der Schuster brauchte etwas länger um Timms Sohlen wieder anzunähen und weil er uns nicht warten lassen wollte, gab er Timm mit den Worten „Du kannst meine anziehen, komm in einer Stunde wieder“ kurzerhand seine eigenen abgelatschten (und viel zu kleinen) Sandalen. Wir gingen inzwischen einkaufen. Da wir schon sehr lange kein Hähnchen mehr gegessen hatten, erlagen wir kurzzeitig der Versuchung beim lokalen indischen „Supermarkt“ eingefrorenes Hähnchen zu kaufen. Der Geruch der Packung allein verdarb uns den Appetit allerdings bis auf weiteres. Am selben Abend lernten wir dann wie man Hähnchen am besten kauft: lebendig! Eine Gruppe junger Inder die neben uns zeltete, hatte 2 Hähne im Gepäck, welche sie zum Horror unserer Kinder an Ort und Stelle schlachteten um sie zum Abendessen zu verspeisen. Da die Kinder allerdings noch immer gerne Hähnchen essen, scheint ihnen dieser Anblick nicht geschadet zu haben.

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