Serengeti, Tanzania

English version: The Serengeti starts north west of the Ngorongoro area.Its 14.763 sq km area covers mainly savannah and bushland. Together with the Masai Mara and the Ngorongoro Conservation Area a huge area in which the animals can move freely. And this is, what it is most famous for-the annual wildebeest migration. During the rainy months (Jan-March) they graze all over the southern section of the Serengeti and western Ngorongoro. By April they form thousands strong herds and begin to migrate north west. On their way they have to cross the crocodile filled Grumbeti River which runs through the parks western corridor. This only lasts about a week and is one of the bigest migratios of wild animals known in the world.

From the Ngorongoro highland area, our GPS told us we could get into the Serengeti. Soon though the tracks got smaller and where only faintly visible. We had absolutely no clue at that time that this was exactly the area where the wildebeest would stay and have their babies, before starting the big migration. We could not believe what we where seeing. Millions of wildebeest as far as we could see. And us right in the middle. It was amazing. Just then, Michaelas camera ran out of battery and we had to use the Iphone which can not zoom properly. That is which the photos are only half as impressive-but believe us, it was the most amazing thing we had seen on this trip so far. On very faint tracks (we did not want to make new ones) we finally found our way into the Serengeti, but must have missed the gate. Lucky us one might think, but as we have to show the entrance permit upon going out, we were in trouble. How could we prove we had really just entered the park and did not intend to skip payment? (It took us half of the next day to do so and spoiled our time quite a bit).

But back to the amazing plains: As impressive as the herds of wildebeest were the massive herds of zebra we saw. Never in our lives have we seen so many animals at the same time (apart from looking at an anthill maybe).
We had a lunchbreak and when we climbed up the surrounding stones we found a huge snakeskin (we guess of a python) and rather left the stones to the (invisible but definitely surrounding) snakes. The closer we came to the center of the Serengeti, the worse the roads became. They were badly maintained and very corrugated. We did not see any other selfdriving car, but only Rangers and organized Safaris (who were quite reckless drivers). Michaela laughed at the tourists inside the car. Most of them were in full Safari gear, with head and and Khaki uniforms, just the bullets in the belts and in the pockets where missing. Just a few minutes later she was reminded though why Khaki definitely does make sense. It is a colour Tsetse flies are not attracted to. They love black and blue, the colour of the poisoned Tsetse flags that are everywhere in the park. And which was the colour of Michaelas pants and shirt. It was no fun being attacked by them as their bite really hurts and can transmit sleeping sickness. They where also crazy for our black car and the second we stopped we where surrounded by hundreds of them. Fortunately they were not everywhere in the park. On our way we passed a dead zebra, that must just a few minutes ago have died on the roadside. On the back it was bleeding badly from a wound that did show every single lions claw.

The campsite we stayed that night was one of the worst and most expensive we had stayed at so far (and ever will, we guess). It was badly maintained, the showers filled with what looked like rat poo, smelling disgusting. There was no running water, the toilets had not been flushed for a long time. We really do not expect luxury, but considering the price of $30/10 per adult/ child per night camping this is really bad. The noises at night though were once again great. We heard hyena giggle, lion roar and when we searched the nearby bush we had a pair of huge hyena eyes glowing back at us.
The next day unfortunatlely was a rather exhausting one as we had to drive back and forth through the park, talk to rangers and officials to prove we had really only stayed one night. We could not prove, but fortunately they believed us. We had to pay a fine of $ 100 though plus all park fees (of course).

German version: Die Serengeti beginnt nordwestlich des Ngorongoro Gebietes. Das 14.763 Quadratkilometer große Gebiet umfasst hauptsächlich Savannen- und Buschlandschaft. Zusammen mit der Masai Mara in Kenya und dem Ngorogorogebiet ein riesiges Areal in dem sich die Tiere frei bewegen können. Und genau das ist es, wofür es am bekanntesten ist: Die jährliche Wanderung unfassbar großer Gnuherden. Während der Regenzeit (Januar-März) halten diese sich hauptsächlich im südlichen Teil der Serengeti und im westlichen Teil des Ngorongoro Gebietes auf. Im April dann formieren sie sich zu gigantischen Herden und beginnen ihre Wanderung nach Nordwesten. Auf Ihrem Weg müssen sie durch den Krokodil verseuchten Grumbeti River, welcher durch den westlichen Korridor des Parkes fließt. Dieses teils sehr blutige Schauspiel dauert nur ungefähr eine Woche und ist eine der größten Wanderungen wilder Tiere weltweit.

Unser GPS teilte uns mit, dass wir vom Ngorongorogebiet ganz einfach in die Serengeti kommen konnten. Schnell allerdings wurde der Weg schmaler und verblaßte bald zu kaum noch zu erahnenden Reifenspuren. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir keinen Schimmer, das wir uns genau dem Gebiet näherten, in dem die Gnus verweilten und ihre Babies zur Welt brachten, bevor sie sich auf ihre große Wanderung aufmachten. Wir waren absolut niedergeschmettert von dem Anblick der sich uns bot: Gnus so weit das Auge reichte, abertausende. Und wir mittendrin. Leider gab in genau diesem Moment Michaelas Kamera den Geist auf und wir konnten nur Fotos mit dem Iphone machen, die nicht im Entferntesten wiederspiegeln was vor uns lag. Es war das Eindrucksvollste, das wir auf dieser Reise bisher gesehen hatten. Auf kaum erkennbaren Reifenspuren (wir wollten keine Neuen Spuren verursachen) fanden wir schließlich unseren Weg in die Serengeti. Dummerweise kamen wir allerdings an keinem Gate vorbei. Die Glücklichen könnte man denken. Leider aber muss man am Ausgang sämtliche Quittungen vorweisen und da wir nun keine für den Eintritt hatten, waren wir in der Klemme. Wie sollten wir beweisen, dass wir wirklich gerade erst gekommen waren und dass wir uns nicht vorsätzlich hereingeschmuggelt hatten? (Dieses Problem kostete uns die Hälfte des nächsten Tages und versaute uns gründlich die Laune).

Aber zurück zu den phantastischen Weiten: Genauso eindrucksvoll die Herden der Gnus waren die Zebraherden. Niemals in unserem Leben haben wir so viele Tiere auf einmal gesehen (außer vielleicht bei dem Blick auf einen Ameisenhaufen). Bei unserer Mittagspause kletterten wir auf einen Berg aus Steinen und fanden eine Schlangenhaut, wahrscheinlich von einer Python. Schnell kletterten wir wieder herunter und überließen die warmen Steine lieber den für uns unsichtbaren aber definitiv vorhandenen Schlangen. Je näher wir dem touristisch erschlossenen Zentrum der Serengeti kamen, umso schlechter wurden die Straßen. Es waren hauptsächlich schlechte Wellblechpisten. Wir sahen kein anderes Auto, dass auf eigene Faust unterwegs war, sondern nur kommerzielle Safariautos, die teilweise ziemlich rücksichtslos fuhren. Michaela lachte über die Insassen der Safariautos, die alle komplett in Khakiuniform und Hut schwitzend im Auto saßen. Einzig die fehlenden Patronen im Gürtel und in den Hemdtaschen verrieten, dass es sich “nur” um Touristen und nicht um professionelle Großwildjäger handelte. Kurze Zeit später allerdings wurde sie für diese Überheblichkeit gestraft. Mit der Erkenntnis nämlich, das Khaki sehr wohl Sinn macht, weil es keine Tsetse Fliegen anlockt. Die Lieblingsfarben dieser Biester nämlich sind blau und schwarz, die Farben der mit Gift getränkten Tsetse Flaggen, welche überall im Park ausgehängt sind. Und die Farben von Michaelas Hose und T-Shirt. Ihr Angriff kam überraschend und tat sauweh! Zudem kann der Biss die Schlafkrankheit übertragen. Außer Michaelas Hose und T-Shirt waren die Viecher außerdem ganz versessen auf unser schwarzes Auto. Sobald wir anhielten, hatten wir Hunderte um uns herum. Zum Glück gab es sie nicht überall im Park. Als wir weiter fuhren, lag plötzlich ein gerade verendetes Zebra auf dem Weg. An den Hinterbacken blutete es heftig aus einer Wunde, an der man jede einzelne Löwenkralle sehen konnte.

Der Campingplatz auf dem wir diese Nacht übernachteten, war einer der schlechtesten und teuersten auf dem wir bisher (und hoffentlich auch in Zukunft) übernachtet hatten. Er war absolut ungepflegt und vernachlässigt, mit von Ratten zugekackten Duschen aus denen kein Wasser kam. Die Klos waren schon seit Ewigkeiten nicht mehr gespült worden. Es stank erbärmlich. Wir legen beim Campen wirklich keinen Wert auf Luxus, aber bei einem Preis von $ 30/10 pro Erwachsenen/Kind pro Nacht darf man wohl zumindest fließend Wasser und kein zugekacktes Waschhaus erwarten. Die Geräusche allerdings die uns in den Schlaf begleiteten waren toll. Wir hörten Löwen brüllen und Hyänen kichern. Als wir den Busch um uns herum mit der Taschenlampe ableuchteten, strahlten uns zwei große Hyänenaugen entgegen.
Der nächste Tag war leider eher anstrengend und unerfreulich, da wir hin und her durch den Park fahren mussten um mit allen möglichen Rangern und Offiziellen zu sprechen um ihnen zu beweisen, dass wir wirklich nur eine Nacht im Park verbracht hatten. Natürlich konnten wir es nicht wirklich beweisen aber zum Glück wurde uns geglaubt. Wir mussten eine Strafe von $ 100 plus Parkgebühren zahlen und wurden dann „freigelassen“.

Advertisements

2 responses to “Serengeti, Tanzania

    • Thanks very much! We are friends with those guys 🙂 To be on the safe side we sent our passports to Germany and had a visa agency helping us. Have all the visas now, finally.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s