Dar Es Salaam, Tanzania

English version: We hoped only the drive to Dar Es Salaam, short „Dar“ would be hell. Until we arrived there: It was the hottest, dirtiest, most chaotic and noisiest place we had been to so far. Coming closer to Dar, the „road“ disappeared due to roadworks and with its  dissappearance the last bit of law and order also vanished. Crowded Dalla-Dallas (Minibuses), Duk-Duks ( 3 wheel motorbike taxis), cars, cows, trucks, people where everywhere, overtaking each other, sometimes suddenly changeing direction, forcing us into a U-Turn. We were completely stuck in traffic for hours. One might think, that people who constantly have to fight this chaos might be grumpy, aggressive or at least not friendly (well, northern Europeans would be). But no! Everywhere around us people where laughing, shouting „hey Mzungu-how are you?“. Nobody seemed to be stressed. Although most of the people were driving like idiots, nobody felt offended. Instead they would hoot, smile and try and pass. Once we saw a traffic police officer being bumped into by a Duk- Duk. All the officer would do was shake his head and „shoo“ the Duk-Duk Driver away. There were street vendors everywhere, selling everything from nuts to fully equipped Aquariums. It smelled disgusting of sewage and exhaust, the roads where lined by deep and steep drainage ditches full of rubbish.

Coming closer to the town center, suddenly shiny glass and steel constructions appeared which build a strange contrast to the african chaos. And then we saw the ocean-oh no first we smelled it. As beautiful as the palm fringed white sand beaches in central Dar might look- the smell is VERY bad. 3 Million people and no sewage system apart from a long pipe into the ocean.

Fortunately we had decided to stay in South Beach, which is a ferry ride away from central Dar with much nicer and cleaner beaches and a rural feel about it. As it was rush hour we had to queue at least 1,5 hours for the ferry, which was not a problem though as there was lots of entertainment around us. We tried our first Azam Ice cream and our first Azam juice and got addicted. „Mr. Azam, should you ever  read this, your ice cream and juice are fantastic. So are your Sodas and the ferry!“ Traveling in Tanzania, there is no way to get around the AZAM emporium. They produce Ice cream, juice, flour and bread, cakes, Coke and Sodas, run a TV station, Fuel stations and the ferry to Zanzibar.

As much as we were first overwhelmed by Dar, after a week we got used to the traffic, found the hidden supermarkets, made friends, found our way and started to really enjoy and love it. For christmas we went to a german church service and met the german Dar community. We found all the places the expats would hang around and a few weeks more –we might not have moved any further north. Some people hate Dar, we definitely love it!

German version: Wir hatten gehofft, dass nur die Fahrt nach Dar die Hölle sein würde-leider war es auch die Ankunft. Es war der heißeste, schmutzigste, chaotischste und lauteste Ort an dem wir bis dahin gewesen waren. Je näher wir Dar kamen, desto mehr verschwand die Straße, bis irgendwann nur noch Baustelle übrig war. Mit der Straße verschwand auch das letzte bisschen Zucht und Ordnung. Überfüllte Dalla-Dallas               ( Minibusse), Duk-Duks (3rädrige Motorradtaxis), Autos, Kühe, Menschen waren überall, überholten sich, änderten plötzlich die Richtung und zwangen uns mehr als einmal einen U-Turn zu machen. Für Stunden steckten wir komplett im Verkehr fest. Man könnte meinen, dass Leute die täglich einem solchen Chaos ausgesetzt sind schlecht gelaunt, aggressiv oder zumindest unfreundlich sein müssten ( Nordeuropäer jedenfalls wären es). Weit gefehlt! Um uns herum wurde gelacht, gescherzt, “Hey Mzungu (= weißer Europäer), wie geht’s?“ gerufen. Niemand war gestresst. Obwohl alle wie die Henker fuhren, fühlte sich niemand angegriffen oder wurde wütend. Wir sahen, wie ein Duk-Duk einen Verkehrspolizisten rammte, welcher dem Duk-Duk jedoch nur kopfschüttelnd ein Zeichen machte weiter zu fahren. Überall waren Verkäufer, die alles von Nüssen bis zum vollausgestatteten Aquarium verkauften. Es roch abartig nach Abwasser und Auspuffgasen, die Straßen waren begrenzt von tiefen Gräben, die mit Müll gefüllt waren.

Als wir uns der Innenstadt näherten, mischten sich plötzlich moderne Glas-und Stahlbauten in das afrikanische Chaos. Dann sahen wir den Ozean-nein eigentlich rochen wir ihn zuerst. So wunderschön die palmengesäumten Strände in Zentrum von Dar aussehen, so schrecklich stinken sie. 3 Millionen Einwohner und kein Abwassersystem außer einem langen Rohr, das ein paar Hundert Meter ins Meer führt. Dann die Gezeiten, die alles fein mischen und einen Strand zurücklassen, der riecht wie ein volles Plums-Klo.

Wir hatten zum Glück beschlossen, in South Beach zu bleiben, was eine kurze Fährfahrt von Dar entfernt auf der anderen Seite des Hafens und des Kackrohrs lag. Hier hatte man das Gefühl auf dem Land zu sein und die Strände sahen zumindest sauber aus (Wasserproben hätten wir nicht nehmen wollen). Leider war es später Nachmittag als wir die Fähre erreichten und wir standen erneut 1,5 Stunden im Stau. Machte aber nichts, weil um uns herum so viel los war, dass wir ziemlich abgelenkt waren. Wir hatten unsere erste Begegnung mit Azam Eis und Azam Saft und waren sofort süchtig. „ Lieber Herr Azam, solltest Du das jemals lesen, Dein Eis und Dein Saft sind phantastisch. Genauso wie Deine Cola und die Fähre!“. Wenn man sich in Tansania aufhält, kommt man um das AZAM Emporium praktisch nicht herum. Sie produzieren Eis, Saft, Cola und Sodas, Mehl, Kuchen und Gebäck, haben einen TV Sender, Tankstellen und sind Betreiber der Zanzibar Fähre.

So sehr uns Dar erst überfordert hat, nach einer Woche hatten wir uns an den Verkehr gewöhnt, wussten wo die versteckten Supermärkte sind, fanden Freunde und begannen uns im Straßengewirr zurechtzufinden. Wir begannen Dar zu mögen, sogar mehr als das. Zu Weihnachten gingen wir in den deutschsprachigen Gottesdienst und bekamen einen Eindruck von der deutschen Gemeinde. Wir fanden all die Orte an denen sich die „Zugezogenen“ tummelten und fühlten uns schnell ein bisschen zu Hause. Wären wir noch ein wenig länger geblieben- wer weiß ob es uns weiter in den Norden gezogen hätte.

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