Iringa, Tanzania

English version: Our stop in Iringa was mainly one to repair our fridge and the spare wheel holder on the car that had broken on the  bad roads to Ruaha. And it was dominated  by rain. We found a nice camp on a river, just outside town. The river had turned into a muddy color after all the rain, and even though we were more than once told that there are no crocodiles in it, especially Michaela stayed nervous. While Timm organized the repairs, Michaela had to do loads of washing-with river water, as the pipes from the tabs went straight into that murky stream. Thank goodness, just when she had everything put up to dry a new thunderstorm started and gave the washing another rinse. We did not do much in Iringa, which is a pleasant little town, perched at a cool 1600m cliff overlooking the Ruaha River Valley. We had several trips to „Neema Cafe“, which apart from nice coffee and cake had a really good internet connection when there was no power cut, which there mostly was. We stocked up on food and petrol and made our way to Dar Es Salaam.

We had been warned, that driving in Tanzania is quite a challenge. Our nerves had gone through a boot camp over the last days in Ruaha, but we were not the slightest bit prepared for what awaited us. As Dar Es Salaam is (with Mombasa in Kenya) East Africas main port, all goods going to landlocked countries like Malawi and Sambia and from there further into other countries, have to go on this road from Dar to Mbeya. It was hell. Leading down from Iringa the road was very steep, and curvy with high and steep cliffs to the sides. Buses and trucks would not care though and overtake just before a turn, sometimes we would have someone speeding towards us on our side of the road, not slowing down but just flashing their lights as if to say „make way, here I come“. The sides of the roads and often the road itself was covered in pieces of tires that must not just have bust, but exploded. We passed burning trucks, trucks upside down, trucks blocking the road without any kind of warning fort he people who followed. Some of the trucks seemed to have been waiting for help for a long time, one  that lay on the side had been turned into a permanent camp. Timm, who is a patient, calm and very skilled driver  was exhausted and we had to stop halfway and get some rest.

 If anything about the place we stayed at was worth mentioning, it was the people around us. With us was a group of about 30 young people and a guy ordering them around in quite a military voice. We watched them clumsily putting up tents with the print „One world challenge“ on it. Later the instructor came to say hello and we learned that this was a kind of boot camp for wealthy Dubai kids. To prepare them for reality, they had to help building  a school somewhere in rural Tanzania. For the duration of their stay ( about a week) those kids, not used to take responsibility themselves had to do the shopping on a dusty african market, had to stick to tiny budgets and prepare the food themselves. A major challenge for some of them. Thank goodness we only have to look after 4 kids. The next morning they had to get up at dawn to go on a game drive, which gave us the chance, to use the bathroom without queuing as the Campsite only had one working toilet and 2 showers. Great start of the day! 

German version: Unser Iringa-Stopp war hauptsächlich ein Versorgungsstopp. Die Wellblechpisten zum Ruaha hatten unseren Ersatzreifenhalter am Auto und unseren Kühlschrank kaputt gemacht. Leider regnete es ständig. Wir campten auf einem netten Campingplatz außerhalb der Stadt, mit viel Platz für die Kinder. Der Fluss an dem der Campingplatz lag hatte sich nach dem vielen Regen zu einer unansehnlichen braunen Brühe verfärbt und obwohl uns mehrfach versichert wurde, dass es dort keine Krokodile gab, war zumindest Michaela nicht 100% entspannt. Während Timm die Reparaturen organisierte, kümmerte sich Michaela um die Wäscheberge, die sich angesammelt hatten. Die Wasserleitungen führten direkt in die braune Soße und es war nicht einfach, die Wäsche auch nur halbwegs sauber zu bekommen. Zum Glück brach pünktlich als die Wäsche an der Leine hing, ein Donnerwetter los und sie bekam einen extra Spülgang. Ansonsten machten wir nicht viel in Iringa, obwohl die Stadt an sich wirklich nett ist. Sie liegt auf einem 1600m hohen Cliff und hat einen phantastischen Ausblick auf das Ruaha River Tal. Für all das hatten wir aber irgendwie keinen Blick. Ab und zu gingen wir ins Neema Cafe, da es dort die einzige gut funktionierende Internetverbindung sowie guten Kaffee und eine Spielecke für die Kinder gab. Leider schien fast jedes Mal wenn wir dort ankamen, gerade der Strom ausgefallen zu sein. Also kauften wir ein und machten uns auf den Weg nach Dar Es Salaam.

Wir waren gewarnt worden, dass das Fahren auf Tanzanias Straßen eine Herausforderung sei und obwohl unsere Nerven über die letzten Tage ein ziemlich hartes Training überstanden hatten, war das was uns erwartete die reinste Hölle. Da Dar Es Salaam zusammen mit Mombasa Ostafrikas einziger großer Hafen ist, werden alle Güter, die in Binnenländer wie Zambia und Malawi z.B. transportiert werden, über diese Straße von Dar nach Mbeja gefahren. Von Iringa aus ging es steil und kurvenreich talwärts, meistens mit  tiefen Schluchten an den Seiten, selbstverständlich ohne Begrenzungen. Den LKWs und Bussen machte das nichts aus, sie überholten kurz vor Kurven, während auf der Gegenfahrbahn ein ähnliches Manöver stattfand uns sich somit 4 Fahrzeuge entgegen rasten. Statt Bremse wurde Lichthupe benutzt und nicht selten purzelte einer auf die Seite. Die Straßenränder und oft auch die Fahrbahn selber waren übersät mit Reifenteilen von Reifen die nicht bloß geplatzt, sondern explodiert zu sein schienen. Wir kamen an brennenden LKWs vorbei, an welchen, die sich überschlagen hatten, an einigen die ohne jegliche Warnung für nachkommende Fahrzeuge quer auf der Straße standen. Manche der LKWs schienen schon lange auf Hilfe zu warten-so lange dass einer von der auf der Seite liegenden LKWs in eine Zeltstadt umgewandelt worden war. Normalerweise ist Timm ein sicherer, konzentrierter Autofahrer, den nichts so schnell aus der Ruhe bringt. Dieses Mal aber zwang uns die Erschöpfung auf halber Strecke  zu einer Pause.

Wenn es irgendetwas gab, das bei diesem Camp erwähnenswert war, dann waren es die Leute um uns. Es waren eine Gruppe von ca. 30 jungen Leuten und ein ziemlich militärisch anmutender „Reiseleiter“, der diese umher scheuchte. Wir beobachteten, wie sie ziemlich unbeholfen Zelte mit der Aufschrift „One World Challenge“ aufbauten. Später kam der Reiseleiter zu uns um „Hallo“ zu sagen und wir erfuhren, dass es sich bei seiner fröhlichen Reisegruppe um eine Art Boot Camp für wohlhabende Kids aus Dubai handelte. Um sie auf das echte Leben vorzubereiten, sollten diese bei ihrem einwöchigen Aufenthalt helfen, eine Schule im ländlichen Tanzania zu bauen. Des Weiteren mussten sie sich selber um ihre Verpflegung kümmern, selber auf afrikanischen Märkten einkaufen, kochen, abwaschen und lernen mit Budgets umzugehen. Ziemlich hart für einige von ihnen. Wir waren froh nur die Verantwortung für 4 Kinder zu tragen. Am nächsten Morgen standen die Dubai Kids vor Sonnenaufgang auf um auf einen Gamedrive zu gehen. Uns gab das die Möglichkeit, die einzige Toilette des Camps und die 2 Duschen ohne lange anstehen zu müssen benutzen zu können. Welch ein schöner Start in den Tag!

 

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